Sonntag 12. Mai | 10:45 - 12:15

Wohnen, ein Grundrecht auf Augenhöhe

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  • Sonntag 12. Mai | 10:45 - 12:15

H 2013

Die AG wird mit einer Soziometrischen Übung zur Frage "Wie wohne ich, wie will ich wohnen?" eingeleitet. Anschließend wird Johanna Hotanen, Aktivistin des Bundesweiten Verbundes Mietshäuser Syndikat über die Besonderheiten der Projekte im Verbund berichten. Im Verbund finden sich mittlerweile 190 Projekte. Die Unterschiede sind groß. Doch eines haben alle gemeinsam - Immobilien dem freien Markt entziehen und das Ziel gleichberechtigtes Wohnen auf Augenhöhe. Das Mitdenken von geschlechtlichen Unterschieden und sexuellen Orientierungen ist in vielen Projekten angekommen. Im Gesamtverbund werden FLINTA* Personen immer mehr mitgedacht und CIS Männern Ihre Privilegien gespiegelt. Alle Projekte verwirklichen kollektive Selbstbestimmung für die Bewohnenden und die Autonomie der einzelnen Projekte ist ein hohes Gut im Verbund.
Danach wird Kathrin Schultz* die Bedeutung von queeren und inklusiven Wohnräumen hervorheben und die AG-Teilnehmende für die besonderen Bedarfe von LSBTIQ* auf dem Wohnungsmarkt sensibilisieren. Sie wird beleuchten, wie Wohnprojekte speziell für queere Menschen gestaltet sein können, um Sicherheit, Akzeptanz und Unterstützung zu bieten. Kathrin* wird aufzeigen, wie queerhome* Wohnkonzepte entwickelt, die nicht nur physische Räume schaffen, sondern auch soziale und emotionale Unterstützungsnetzwerke bieten, die es ihren Bewohnenenden ermöglichen, authentisch zu leben und sich auszudrücken. Ihre Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit, bei der Konzeption von Wohnprojekten eine bewusste Auseinandersetzung mit Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung zu führen, um Diskriminierung zu vermeiden und ein inklusives Zusammenleben zu fördern.
In der AG sollen gelebte Beispiele kollektiver Wohnformen unter Berücksichtigung ihrer rechtlichen Grundlagen vorgestellt und diskutiert werden. Dabei wollen wir vertiegt darauf eingehen, iwiefern feministische Ansprüche nach gleichberechtigter Teilhabe sowie dem Abbau von Diskriminierungen und soziokulturellen Rollenbildern solchen kollektiven Wohnformen inhärent sind.

Referent*innen

Johanna Hotanen, Mietshäuser Syndikat, Lübeck (Pronomen egal);
Kathrin Schultz*, Sozialpädagogin, queerhome*, Berlin

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