Samstag 11. Mai | 11:00 - 12:30

Stichwort Klimagerechtigkeit: Welche Herausforderungen stellen sich in der Krise?

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Rauminfo folgt

Der Klimawandel und seine Auswirkungen wirken intersektional und betreffen Frauen, trans, inter und nicht-binäre Personen, insbesondere im globalen Süden, überproportional. Der zuletzt veröffentlichte 6. Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) macht deutlich, wie sich bestehende Ungleichheitsverhältnisse in die Resilienz gegenüber negativen Auswirkungen des Klimawandels einschreiben und Vulnerabilitäten hervorbringen.
Gleichzeitig steigt, auch in Europa, das Bewusstsein für die drohende ökologische Katastrophe. Diese erhöhte Sensibilität geht mit einem Prozess der Verrechtlichung einher, der unterschiedliche Stoßrichtungen zeigt. Die international-zivilgesellschaftlichen Kämpfe um Partizipationsrechte und Gehör gewinnen an nationaler Bedeutung. In den Straßen nehmen umgekehrt strafrechtliche Maßnahmen gegen Aktivist*innen zu. Gleichzeitig ziehen immer mehr Menschen vor Gericht, um effektivere Maßnahmen gegen den Klimawandel zu erwirken. Gerade wo solche "Klimaklagen" menschenrechtsbasiert funktionieren, rücken Vulnerabilitäten, Gleichheitsfragen und gruppenspezifische Rechte ins Zentrum.
Wie übersetzen sich Gerechtigkeitsfragen hier in juristische Probleme? Wo sind Erkenntnisse feministischer und kritischer Rechtswissenschaften und -praxen gefragt, wo stehen diese vor neuen Herausforderungen? Wie lässt sich Recht für emanzipatorische Zwecke nutzen, wo müssen wir es neu denken – was bedeutet zugängliches Recht in der Krise?

Referent*innen

Assistant Professor Dr. Hannah Birkenkötter, International Law, Instituto Tecnológico Autónomo de México;
Prof. Dr. Gülay Çağlar, Grundlagen der Politik, Arbeitsbereich Gender and Diversity, Freie Universität Berlin;
Imeh Ituen, Sozialwissenschaftlerin und Umweltaktivistin, Berlin;
RAin Dr. Anna Luczak, Rechtsanwältin mit Fokus auf Polizei-, Versammlungsrecht und Strafverteidigung, Berlin;
Moderation: RAin Lilian Scarlet Löwenbrück, Berlin, und P. Sußner, Berlin

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