Samstag 11. Mai | 16:00 - 17:30

Rechtsstellung von ehemalig in der DDR tätigen mosambikanischen und vietnamesischen Vertragsarbeitenden

  • Samstag
  • Samstag 11. Mai | 16:00 - 17:30
  • Workshop

Rauminfo folgt

Die DDR schloss mit verschiedenen Staaten, u.a. Vietnam, Staatsverträge ab, welche die Aufnahme von Vertragsarbeitenden und Schüler*innen regelten. Durch die Form des Staatsvertrages durften die Vertragsarbeitenden, anders als in der BRD, wo die Aufnahme von Vertragsarbeitenden mittels Anwerbeabkommen geregelt wurde, die Industrie und den Arbeitsplatz nicht selbst auswählen. Teile des Bruttoeinkommens wurden zudem als Staatshilfe in die Heimatländer überwiesen. Mit dem Ende der DDR liefen die Regierungsabkommen aus. Viele reisten unfreiwillig oder freiwillig zurück in die Heimat. Wer in Deutschland bleiben wollte, war vor große rechtliche und persönliche Herausforderungen gestellt. Ihre Rechtslage und somit die Sicherheit ihres Aufenthalts blieb bis 1997 ungeklärt. In unserem Workshop möchten wir uns mit den Besonderheiten der ostdeutschen Vertragsarbeitenden auseinandersetzen – historisch, aber auch wie dies bis heute die entsprechenden Communities prägt. Zudem werden wir hören, wie die Anerkennung des Aufenthalts u.a. durch die vietdeutsche Community erstritten wurde und was dies für die betroffenen Familien damals wie heute bedeutet(e).

Referent*innen

Dr. Noa Ha, Wissenschaftliche Geschäftsführerin DeZIM, ​​Berlin;
Thúy Nonnemann, Menschenrechtsaktivistin, ​​Berlin;
Prof. Dr. Karin Weiss, Erziehungswissenschaftlerin, Berlin

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