Samstag 11. Mai | 16:00 - 17:30

Historically Contingent Social Constructions: Gender and the Decolonization of Law, Women's Rights & Feminist Struggles

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  • Samstag 11. Mai | 16:00 - 17:30

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Das (internationale) Recht, wie wir es heute kennen, entstand im Verlauf der europäischen Kolonisierung. Wesentliche Rechtsprinzipien und Grundsätze, die bis heute gelten, entwickelten sich zur damaligen Zeit. Spezifische Wissensbestände zu "Rasse", aber auch zu Geschlechterverhältnissen, binärer Heteronormativität, Klasse, Ableism, Familie, Natur-Mensch-Beziehung, Eigentum etc., die im Kern alle vereinbar waren mit einer kapitalistischen Produktions- und Lebensweise, wurden gewaltsam "universalisiert", wobei unterschiedliche neue intersektionale Hierarchisierungen geschaffen wurden und die Wissensbestände sich zudem seitdem auch regional unterschiedlich weiter entwickelten. Welche feministischen Sichtweisen auf Vergeschlechtlichung im Verlauf der Kolinisierungsprozesse gibt es? Welche (auch rechtlichen) Möglichkeiten für Dekolonisierungsprozesse spezifisch im Hinblick auf Gender werden von Rechtswissenschaftler*innen und Aktivist*innen gesehen? Welche feministischen Kämpfe halten sie für gegenwärtig die wichtigsten? Wie können wir konstruktiv über Gender im internationalen Kontext sprechen? Ohne zu essentialisieren oder epistemische Gewalt auszuüben? Sind universal geltende Frauenrechte als Menschenrechte nach unserem heutigen Verständnis (noch) vertretbar? Oder sollten regional unterschiedliche Frauenrechte an die Stelle universell geltender Menschenrechte treten? Können wir diesbezüglich aus Erfahrungen aus rechtspluralistischen nationalen Rechtssystemen lernen?

Hinweis: Die Veranstaltung wird in englischer Sprache abgehalten.

Referent*innen

Marianne Ballé Moudoumbou, PAWLO-Masoso e.V, Potsdam;
Prof. Dr. Nkolika Ijeoma Aniekwu, University of Benin City;
Tarcila Rivera Zea, Centro de Culturas Indígenas del Perú;
Moderation: Karina Theurer, Berlin

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